Infos zu PROKON Investments.

Die Itzehoer PROKONgruppe hat nach eigenen Angaben in den letzten Jahren bei rund 67.000 Anlegern über € 1,2 Mrd. eingesammelt (Stand 15.07.2013). Mit Genussrechten. Indem sie das Netz und Busse und Bahnen mit der Werbung für die Genussscheine zugepflastert hat. Viele Anleger identifizieren sich mit den hehren Reden des Chefs Rodbertus. Die Welt müsse sicherer gemacht werden. Nach Tschernobyl habe er zwei Windkrafträder aufgestellt. Und damit angefangen. Die Zeichnung der Genussrechte hat aber nichts mit einem politischen Mandat zu tun. Es geht ums Geld. Und da gibt's viele Fragezeichen.

Total intransparent

Die wenigsten wissen, mit was und wie/-viel PROKON verdient. Die Unternehmensstruktur ist nach der Einschätzung von Experten intransparent. Über 100 Gesellschaften sollen 2011 zur PROKONgruppe gehört haben. Und das Geld scheint nach den Ermittlungen der Wirtschaftswoche zwischen den einzelnen Gesellschaften verschoben worden zu sein. Um die Zinsversprechen bedienen zu können: "Laut Prokon lag der „Jahresüberschuss aus dem die Auszahlungen an die Anleger“ zu leisten sind, im Jahr 2011 bei 57,5 Millionen Euro. Davon gingen 48,2 Millionen an Anleger.

Gelder werden verschoben

Tatsächlich hat Prokon in den Segmenten Wind, Biosprit und Biomasse in Summe aber nur einen Überschuss von 44,2 Millionen Euro verdient. Um auf den Jahresüberschuss in Höhe von 57,5 Millionen Euro, aus dem die Anleger bedient werden, zu kommen, addiert Prokon zu den 42,7 Millionen Euro, die man mit Windenergie verdiente, Zinseinnahmen von 14,8 Millionen Euro hinzu. Letztere kommen aus den Sparten „Biogene Kraftstoffe“ (Biodieselhersteller Bio- Ölwerk Magdeburg) und „Biomasse“, die vom Windbereich Kredite und Kapital bekommen haben." Die Wirtschaftswoche meint: "Doch diese Zinszahlungen stellen keine wirkliche Einnahme dar. Das Geld wandert nur von einem Prokon-Geschäftsbereich zum anderen."

Gröpper: Höchst gefährliches Investment

Die Hamburger GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwälte halten PROKON Investments deshalb für höchst gefährlich. Betroffene können alles verlieren. Und das meinen auch Wirtschaftsexperten und Verbraucherschützer. Die warnen seit vielen Jahren vor vielen Angeboten der Itzehoer Unternehmensgruppe. Ein Gericht verbot die irreführende Werbung der Itzehoer Windmacher und die deutsche Finanzaufsicht verbot mehrere Investments.   

Stiftung Finanztest warnt vor der "windigen Werbung"

Die Stiftung Finanztest warnt vor den Genussrechten, bezeichnet das Investment als hochspekulativ und warnt vor der "windigen Werbung". Die Verbraucherschützer bemängelten, dass das Unternehmen bei einigen Postwurfsendungen ihre Genussrechte als Alternative zur Lebensversicherung bezeichnen und nicht darauf hinweisen, dass die Anleger alles verlieren können.

CAPITAL zitiert Zweifel an der Seriosität des Unternehmens

Das renommierte Wirtschaftsmagazin CAPITAL zitiert einen Wirtschaftsprüfer, der unter Berücksichtigung des Bilanzgutachtens des Saarbrücker Instituts für Wirtschaftsprüfung zum Schluss kommt, dass er Zweifel an der Seriosität des Unternehmens hat. Die Unternehmensgruppe bilanziere intransparent sei den Nachweis schuldig geblieben, dass PROKON den Zins in Höhe von 8%/ Jahr auf das Genussrechtskapital operativ erwirtschafte.

Financial Times Deutschland schießt gegen PROKON

Der deutsche Ableger der wohl wichtigsten Wirtschaftszeitung der Welt nahm den Bericht von CAPITAL auf und führte aus, dass PROKON das Kerngeschäft wenig Freude bereiten dürfte: "Für 2010 wurden € 54 Mio. Überschuss ausgewiesen. Vor außerordentlichen Posten waren es gerade einmal € 1,8 Mio. Trotzdem musste dieser Geschäftsbereich an die Genussrechtsgesellschaft € 37 Mio. zahlen, um die Ansprüche der Genussrechtsinhaber zu befriedigen.

Handelsblatt schreibt über "PROKON's unsichere Geschäfte mit der Windkraft"

Das Handelsblatt schreibt über "PROKON's unsichere Geschäfte mit der Windkraft" und berichtet, dass das Unternehmens von der aus Windparks folgenden Eigenkapitalrendite in Höhe von 12%/Jahr weit entfernt sei. Zudem bemängelt die wichtigste deutsche Wirtschaftszeitung, dass die Unternehmensgruppe angeblich einen ansehnlichen teil des Umsatzes aus frischen Anlegergelder ziehe. das klingt, finden wir, wie ein Schneeballgeschäft.

BaFin verbietet PROKON's Einlagengeschäfte

Die Itzehoer haben in der Vergangenheit wiederholt die deutsche Finanzdienstleistungsaufsicht beschäftigt. Bei mehreren Fonds wurde Anlegern über Rückkauf- und Ausschüttungsgarantieren rechtlich selbständiger Gewährträger die unbedingte Rückzahlung des eingesetzten Kapitals versprochen. Das dürfen aber nur Wertpapierhandelsunternehmen mit einer entsprechenden (Bank-) Erlaubnis. Die hatten die Unternehmen aber nicht. Besonders delikat. Die Verletzung der Erlaubnispflicht ist auch noch eine Straftat. Letzten Endes wurden die betroffenen Fonds rückabgewickelt.

Gerichte verbieten PROKON Werbung

Das Landgericht Itzehoe hat die Werbung der PROKON für Genussrechte verboten, wenn sie mit Aussagen wie "Alternative zur Bank oder Lebensversicherung", "Geldanlage, die Sicherheit und Stabilität bietet", Sicherheit zum Anfassen" oder "sichere Einnahmen" wirbt. Das sei irreführend. Denn die Genussscheine seien risikoträchtig und Anleger können alles verlieren. PROKON war uneinsichtig und griff das Ersturteil an. Erfolglos. Das Schleswig-Holsteinische Oberlandesgericht bestätigte den Richterspruch.

Wir helfen

Unter Berücksichtigung dieser Einschätzungen halten wir den wirtschaftlichen Erfolg der Investments für äußerst fraglich. Die Anleger können alles verlieren. Und das meint auch die Stiftung Finanztest und das Handelsblatt. Das sind für Betroffene viele Gründe, die Investments sorgfältig durch die GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwälte prüfen zu lassen. Hier geht es zum Kontakt.