< Wirtschaftswoche sagt: "Finger weg! Wo Sie besser nicht investieren sollten."
15.07.2013 16:43 Alter: 7 Jahr/e

Warnung vor den Itzehoer "Windmachern".

Die Welt am Sonntag warnt vor PROKON. Die stecke "in Nöten: Pannen, Schadensersatzklagen, Staatsanwälte".


Hamburg/ Itzehoe, 15.07.2013. Die überregionale Welt am Sonntag warnt vor PROKON. Es gehe um Fehlinvestitionen, Schadensersatzklagen und staatsanwaltliche Ermittlungen: "Diese Geschichte beginnt mit Prokons Bilanzen. Sie stehen im Internet oder in Broschüren, es sind sehr viele Zahlen. Andere Unternehmen handhaben es ähnlich. Dumm nur, dass man an Prokons Zahlen nicht ablesen kann, wie es der Firma geht. Selbst ausgewiesene Experten können das nicht, das macht sie skeptisch. Jörg Baetge zum Beispiel. Der Professor hat mehr als 500 Aufsätze und Bücher über Firmenbilanzen geschrieben. Seine Firma erstellt Analysen und Gutachten. Er hat sich die Prokon-Zahlen des Jahres 2011 angesehen. Sein Urteil: "Intransparente Unternehmensstruktur mit vielen Einzelgesellschaften". Zwar erstelle jede für sich Jahresabschlüsse. Doch da die Gesellschaften untereinander Geschäfte machten, ergäben sich "in den Einzelabschlüssen teilweise fiktive Gewinne". Diese Gewinne würden sich mit Verlusten anderer Gesellschaften ausgleichen, wenn alle Einzelabschlüsse in einem geprüften Konzernabschluss zusammengefasst würden. Doch "diese Information fehlt indes bislang vollständig", sagt Baetge. Fiktive Gewinne, Buchungsschubsereien. Das bedeutet so ziemlich das Gegenteil von transparent."

Die Staatsanwalt Lübeck geht zudem gerade zwei Betrugsanzeigen gegen Rodbertus nach. Ob da was dran ist, können wir nicht beurteilen, meint GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwalt Mark Heinemann. Aber nach unserem Verständnis müssen Anleger darauf hingewiesen werden. das Oberlandesgericht München hat das schon vor ein paar Jahren klargestellt. Nicht im Zusammenhang mit PROKON. Aber die Rechtsätze seien auch auf die Sache anwendbar, findet Rechtsanwalt Heinemann.