< Oberlandesrichter verknacken PROKON.
09.09.2013 15:30 Alter: 7 Jahr/e

PROKON bekommt Gegenwind.

Das Wirtschaftsmagazin plusminus (ARD) warnt vor PROKON Genussscheinen und befürchtet ein Schneeballgeschäft. Die Stiftung Finanztest sieht Totalverlustrisiko. Mehr dazu.


Hamburg/ Itzehoe, 09.09.2013. Bereits in der Vergangenheit hatten zahlreiche Medien mit negativen Berichten über die in Itzehoe ansässige PROKON Unternehmensgruppe Schlagzeilen gemacht. Nun warnt auch die Stiftung Warentest in der September Ausgabe 2013 vor dem Erwerb von Genussrechten: "Wer eine sichere Geldanlage sucht, soll die Finger von Genussrechten lassen", heißt es in dem Bericht. Im Gegensatz zu Sparguthaben gibt es für Genussrechte keine Einlagensicherung. Ferner bestehe auch kein Mitbestimmungsrecht, wie es Aktionäre haben. Bei finanziellen Engpässen der Gesellschaft müsse der Genussrechteinhaber sogar damit rechnen, dass er sein Geld nur verspätet, nur noch zum Teil oder gar nicht mehr zurückerhalte, demzufolge ein Totalverlust erleiden würde.

Auch der Fernsehsender ARD wirft in seiner Sendung plusminus vom 14.08.2013 Fragen zur Sicherheit der Genussrechte der Prokon auf. Plusminus berichtet darin, dass zu befürchten steht, dass es sich bei Prokon um ein riesiges Schneeballsystem handle. Es bestünden Zweifel daran, dass die Zinsen nicht aus frischem Anlegergeld bezahlt werden. Mit diesem Verdacht, so plusminus, habe der Prof. Michael Olbrich vom Institut für Wirtschaftsprüfung der Universität des Saarlandes für plusminus die öffentlich abrufbaren Zahlen der Gesellschaft analysiert. Ein Jahresüberschuss, der es ermögliche, daraus solche Zinszahlungen zu leisten, konnte dabei nicht ermittelt werden. Laut plusminus ergebe sich ein Fehlbetrag von über 45 Million Euro.