< Verbraucherzentrale beantragt Einstweilige Verfügung gegen PROKON
17.01.2014 20:44 Alter: 6 Jahr/e

Doch noch keine Insolvenz. Anleger gewinnen kostbare Zeit. Jetzt handeln.

Ein weiterer Beleg für die Unfähigkeit des Managements. Aus den Kündigungen folgt kein Insolvenzgrund. Bis auf Weiteres. Was jetzt... . Die Schutzgemeinschaft rät: Jetzt erst recht raus.


Hamburg/ Itzehoe, 17.01.2014. PROKON macht sich lächerlich. Vor ein paar Tagen alarmierten sie die Anleger und drohten mit einer Planinsolvenz. Eine Kündigungswelle rollte auf die Itzehoer Windmüller zu. Jetzt die Rolle rückwärts. Ein Insolvenzanwalt habe Zweifel, hieß es aus der Unternehmenszentrale.

 

"PROKON kennt," sagt der Hamburger Anlegeranwalt Matthias Gröpper, "offensichtlich die eigenen Verträge nicht. Nach § 8 der Genussrechtsbedingungen ist PROKON nur dann verpflichtet, die Zinsen zu zahlen und das gekündigte Genussrechtskapital zurückzuzahlen, wenn das Unternehmen liquide ist. Das heißt, dass PROKON nicht zahlen muss, wenn es kein Geld hat. Es gibt jetzt noch keinen Insolvenzgrund."

 

Nichts desto trotz befürchtet Rechtsanwalt Gröpper , dass das Unternehmen früher oder später in die Pleite geht: "PROKON muss nicht auf einfache Kündigungen zahlen. Aber wenn die Anleger wie die von der Schutzgemeinschaft vertretenen Betroffen qualifizierte Forderungen geltend machen, müssen Sie zahlen; in dem Fall hilft PROKON der Fallstrick im Bedingungswerk nichts."

 

Deshalb kommt es ganz entscheidend darauf an, dass die Betroffenen die Forderungen richtig geltend machen. Denn eine einfache Kündigung hilft, wie gesagt, nicht weiter. In vielen Fällen haben Anleger wichtige Gründe und/ oder können widerrufen. Zudem geht die Schutzgemenschaft davon aus, dass die meisten Betroffenen Schadensersatzansprüche geltend machen können: "PROKON hat spätestens seit 2011 einen Teil des Kapitaldienstes aus dem frischen Geld neuer Anleger beglichen und nicht verdient. Das ist eine ganz wichtige Information für Anleger. Und das hat PROKON verschwiegen."

 

Dies vorausgeschickt dürften Anleger, die sich durch einen auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Rechtsanwalt vertreten lassen, der sich idealerweise mit der Sache PROKON beschäftigt, exzellente Erfolgschancen haben. Wenn Sie jetzt handeln. Denn ein zweites Mal, glaubt Gröpper, wird die Insolvenz höchstwahrscheinlich nicht abgeblasen werden.