< PROKON's Krise: Riesenverlust 2012.
19.01.2014 21:31 Alter: 6 Jahr/e

PROKON Schutzgemeinschaftsanwalt Gröpper im Gespräch mit dem Norddeutschen Rundfunk.

Gröpper gibt eine Stellungnahme zur aktuellen Lage des Unternehmens ab und gibt Betroffenen Tipps für das weitere Verhalten.


Hamburg, 19.01.2014. Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) berichtet gerade fast täglich über die Krise des Itzehoer Windmüllers PROKON. Im Gespräch mit den Journalisten betont Rechtsanwalt Gröpper:

Es gibt (noch) keinen Insolvenzgrund; die Betroffenen haben noch die Chance, ihr Geld zurückzuholen. Denn nach § 8 der Genussrechtsbedingungen ist PROKON nicht verpflichtet, den Kapitaldienst auf das Genussrechtskapital zu zahlen, wenn das Unternehmen nicht liquide ist. Und das scheint gerade der Fall zu sein.

Deshalb reichen einfache Kündigungen nicht. Rechtsanwalt Gröpper: "Die Betroffenen müssen qualifizierte Forderungen stellen. In vielen Fällen kommen wichtige Gründe in Betracht. Und die Widerrufsbelehrungen entsprechen in den meisten Fällen nicht den gesetzlichen Anforderungen. Mit weitreichenden Folgen. Wer nicht richtig über sein Widerrufsrecht belehrt wurde, kann unter bestimmten Voraussetzungen immer noch, gegebenenfalls Jahre später widerrufen.

Das sollten erfahrene Anlegeranwälte prüfen. Denn die meisten Betroffenen sind nach der Einschätzung Gröpper's überfordert: "Wir vertreten mittlerweile über 400 PROKON Anleger und haben noch in keinem Fall ein mangelfreies "selbstgemachtes" Kündigungsschreiben gesehen. Einige scheinen zu glauben, durch die Umgehung eines Rechtsberaters ein paar Euro zu sparen und riskieren damit, alles zu verlieren."

Den ganzen Beitrag finden Sie in der Mediathek des Norddeutschen Rundfunks.